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5 Schritte, die Dir dabei helfen, Dich selbst zu erkennen, zu schätze und Deinen Selbstwert zu stärken.

„Mensch erkenne Dich selbst, dann weißt Du alles“,

das sagte Sokrates[1], der große griechische Philosoph.

 

Recht hat er, wenn wir bedenken, dass wir im Prinzip ein Abbild des großen Ganzen um uns herum sind, also ein Abbild bzw. auch Ergebnis unserer Umwelt, unserer Gesellschaft. Auch umgekehrt – die Gesellschaft ist ein Abbild von uns Menschen, wir Menschen prägen sie, jede/jeder von uns ein bißchen. Daher, wenn Du etwas in der Gesellschaft verändern möchtest, weil Dir das, was Du täglich erlebst und siehst nicht gefällt, dann kannst Du nur bei Dir anfangen.  

 

Aber wie und wo sollst Du da anfangen?

 

Eine gute Frage, die für viele Menschen gar nicht so einfach zu beantworten ist, weil sie sich darüber noch nie Gedanken gemacht haben. Um sich darüber Gedanken zu machen, müssen sie sich zum einen Zeit nehmen, zum anderen mit Abstand sich selbst beobachten und drittens ehrlich mit sich selbst sein. Wenn sie sich selbst besser kennenlernen möchten, und es wirklich wollen, dann haben sie auch die Zeit dafür bzw. planen sie sich ein.

 

 

5 Schritte, wie Du Dich besser kennenlernst

 

Schritt 1: Was schätzen die anderen an Dir?
Setze Dich einfach mal hin, nimm‘ ein Stück Papier und stelle Dir vor, Du seist Deine beste Freundin/Dein bester Freund, die/der Dich beschreiben soll. Was würde sie oder er über Dich sagen?

  1. Welche Eigenschaften schätzt sie/er an Dir? Kannst Du bspw. gut zu hören, kannst Du Dinge gut auf den Punkt bringen, beobachtest messerscharf und kannst eine Situation gut beschreiben? Was ist es, was Dich ausmacht?
  2. Welche Eigenschaften beobachtet sie/er bei Dir, die sie/er zwar weniger schätzt, die Dich aber auch ausmachen und ebenfalls zu Dir gehören?
  3. Welche Fähigkeiten (Talente) hast Du, die sie/er an Dir schätzt? Kannst Du bspw. gut rechnen oder gut organisieren, so dass Du sie/ihn immer wieder zu interessanten Events mitnimmst? Was ist es bei Dir?

 

Schreibe zu jedem Punkt mindestens 5 Unterpunkte auf und lies‘ sie Dir immer wieder laut durch, besonders die positiven.

 

 

Schritt 2: Ausrichten auf das Positive und annehmen können.
Dann frage Dich, wie fühlst Du Dich, wenn Dir Deine Freundin/Dein Freund solche Dinge sagt? Konzentrierst Du Dich dann eher auf die weniger tollen Eigenschaften, die Dich auch ausmachen oder auf die wundervollen, die überwiegen?

 

Viele von uns hadern laufend mit sich, kritisieren sich und betrachten überwiegend die negativen, weniger guten Sachen/Eigenschaften im Leben, bei anderen Menschen und bei sich selbst. Und dabei vergessen sie, die weit wichtigeren positiven Dinge und fühlen sich klein, nichtsnutzig, bis hin zu depressiv. Ich habe das früher auch immer wieder gemacht, ich war meine stärkste Kritikerin. Bis ich erkannt habe, ich höre damit auf, ab jetzt konzentriere ich mich nur noch auf die guten Dinge im Leben, auf die positiven Eigenschaften und Fähigkeiten bei mir selbst. Und schon ging’s mir besser. Es ist nur eine Entscheidung. Wie machst Du es?

 

 

Wie wäre es, Du entscheidest Dich jetzt, ab heute machst Du es NEU und stellst Dein inneres Objektiv auf das Gute, das Positive an Dir und den anderen? Du wirst über die Ergebnisse staunen, versprochen.

 

Viele von uns kritisieren sich, weil sie es meist von Kindesbeinen an nicht anders kennen. Dadurch konnte sich ihr Selbstwert nur unzureichend ausbilden. Ein Kind, das ständig kritisiert und kaum gelobt wird, glaubt, „an mir ist alles falsch, keiner mag mich, ich bin nichts wert, ich tauge nichts“. Das prägt sich tief ein. Sagt diesem Kind im Erwachsenenalter jemand etwas Positives, hört es das nicht oder kann es nicht annehmen. „Der muss sich irren!“.

 

Wie ist es bei Dir, wenn Du jetzt all‘ die positiven Eigenschaften über Dich liest? Kannst Du sie wirklich annehmen oder lehnst Du sie eher ab? Spüre genau in Dich hinein. Wenn Du sie ablehnst, dann fange jetzt an, es anders zu machen, um Dich zu stärken, Dein Selbstbewusstsein zu stärken. Stelle Dein inneres Objektiv auf Deine positiven Eigenschaften ein. Mit Kritik schwächst Du Dich und Deinen Selbstwert noch mehr.

 

 

Schritt 3: Was würde Deine beste Freundin/Dein bester Freund vermissen, wenn Du nicht mehr da wärst? Sag‘ jetzt nur nicht „nix“, denn jeder Mensch ist wertvoll für irgendjemand anderen. So auch Du. Ist es vielleicht Dein Humor, Deine Art, wie Du lachst, Deine liebevolle Art, dass Du immer zuhörst? Was ist es bei Dir, was andere vermissen würden, wenn es ausgerechnet Dich nicht mehr auf der Welt gäbe, schreibe es jetzt auf und lies‘ auch das Dir immer wieder laut vor, bis Du es glaubst!

 

 

Schritt 4: Denke mal an eine Situation, wo Du außergewöhnlich gut gehandelt oder reagiert hast. Und dann spüre, wie Du Dich dabei bzw. danach gefühlt hast. Großartig bestimmt, oder? Das heißt, Du bist großartig, weil Du solch‘ Dinge bewerkstelligen kannst. Spüre nochmal in dieses Gefühl, erlaube es Dir und halte es aus!

 

 

Schritt 5: Lies‘ Dir Deine positiven Punkte mehrmals am Tag laut durch bis sie ein Teil von Dir geworden sind. Hänge sie Dir in Deiner Wohnung auf, dass Du sie immer wieder siehst. Besonders, wenn es Dir mal nicht so gut geht – hole sie hervor und lies‘ sie durch. Das bist Du und keine andere/kein anderer. Dann beobachte Dich im Alltag, wie Du Dich fühlst und wie die anderen ggf. jetzt anders mit Dir umgehen, weil Du mehr Selbstbewusstsein ausstrahlst.

 

Wenn Dir diese 5 Schritte gefallen und geholfen haben, dann teile sie auch mit anderen, denen es ähnlich geht wie Dir. Vielen Dank. Herzlichst, Regine.