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5 Gründe, warum Menschen nicht NEIN oder absagen

Immer wieder erlebe ich es, auch in Business-Situationen, dass Menschen

  • nicht absagen, und ich weiß nicht, woran ich bin
  • JA sagen, sich aber im Ende doch so verhalten, als ob sie NEIN gesagt hätten
  • sich „ducken“, um gar nichts sagen zu müssen und warten, bis genug Zeit verstrichen ist. Dann melden sie sich wieder, in der Hoffnung, ich habe die Situation längst vergessen.

Solch' ein Verhalten verwirrt mich, weil ich nicht weiß, woran ich bin. Ich kann damit kaum umgehen, und ich will es auch nicht! Du?

 

 

Nicht-Reagieren, Nicht-Absagen oder JA wenn NEIN lieber wäre, bringt nur Verwirrung, Stress, Orientierungslosigkeit, sich nicht wertgeschätzt fühlen und vieles mehr beim Gegenüber, in dem Fall mir. Ich weiß nicht, woran ich bin, ich kann nicht planen und mich nicht orientieren. Ist das fair?

 

Es macht das Miteinander unklar, unkalkulierbar, weil ich nicht weiß, woran ich bin. Bei der Nicht-Reagiererin und dem Nicht-Reagierer bringt es Stress durch ein ungutes Gefühl, weil sie/er unbewusst weiß, was sie bzw. er auslöst. Das schränkt massiv die Lebensqualität ein.

 

Beispielsweise lädst Du zu einer Feier ein, 10 sagen zu und 6 sind im Ende nur da? Wo sind die anderen abgeblieben? Hatten sie im Ende was Besseres vor oder war ihnen Deine Feier nicht gut genug?

 

Ich kann solch‘ Verhalten als Coach heute halbwegs durch meine viele Transformationsarbeit, die Sitzungen und meine Lebenserfahrung einordnen. Aber früher hat mich solch‘ ein Verhalten regelmäßíg aus der Bahn geschmissen und ihm folgte tagelanges Grübeln. Alte Wunden aus der Kindheit, sich nicht geliebt und mißachtet fühlen, rissen wieder auf. Schmerz! Aua. Und ich bin mir sicher, anderen geht es immer noch ähnlich wie mir damals.

 

Dabei wollen – meiner Meinung nach – Nicht-Reagiererinnen und Nicht-Reagierer eigentlich genau das Gegenteil bewirken: sie wollen nicht verletzen, nicht ablehnen, sich keine Blöße geben.

5 Gründe, warum ein NEIN für viele heute so schwer ist

  1. Angst vor Ablehnung durch die andere/den anderen
    Der Mensch tut alles, um geliebt und angenommen zu werden. Ablehnung bedeutet für die meisten, unbewusst „Tod“. Ablehnung bedeutet nicht ernährt bzw. mit Liebe genährt zu werden und das wiederum bedeutet für einen Säugling den Tod. Aber als Erwachsene können wir reflektieren, sollten Werte und Grundsätze haben. Einer dieser Grundsätze sollte sein: ich sage NEIN, wenn ich NEIN meine und nicht will. Ich sage ab, wenn ich nicht kann oder nicht will. Vielleicht fällt Dir das auch schwer, aber probiere es einfach mal aus. Geh' voran als Beispiel, mache es vor und andere werden Dir folgen. Es ist lediglich die erste innere Hürde zu überwinden. Du wirst Dich aber sicher gut danach fühlen, weit besser, als wenn Du nicht reagierst, versprochen.
  2. Niemanden verletzen wollen, weil ein Nein Ablehnung für sie bedeutet
    Viele Menschen fühlen sich durch ein NEIN als Person abgelehnt. Auch das kenne ich von früher. Dieses NEIN schmerzt richtig, weil ggf. ein Erlebnis aus der Vergangenheit damit verknüpft ist. Das NEIN ist quasi der Trigger der alten Wunde. Und Ablehnung bedeutet „Sterben“ – wie ich oben unter Punkt 1 es schon geschrieben habe. Oder tiefe Verletzung. Fakt ist jedoch, mit einem NEIN, ist lediglich die Situation gemeint, um die es ging. Nicht der Mensch an sich! Genau das gilt es, sich als NEIN-Vermeider/-Vermeiderin bewusst zu machen. „Nein, ich möchte nicht“ heißt, dass ich diese Situation nicht möchte. Den Kontakt möchte ich dennoch weiterhin. Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Aber es zeugt von #Selbstbewusstsein und ehrlich sich und anderen gegenüber sein, was sich lohnt. So meine Erfahrung.
  3. Angst mit einem NEIN, aus der Gruppe ausgestoßen zu werden (Existenzangst)
    Ähnlich wie unter Punkt 1 geschrieben, ist hier die Angst eine ganz archaische aus dem Babyalter oder dem Zeitalter der Nomaden, die in vielen Nicht-Reagiererinnen und Nicht-Reagierern noch vorhanden ist. Kümmert sich die Familie nicht um den Säugling, stirbt er. Ähnlich bei Nomaden – allein in der Steppe hat kein Mensch auf Dauer eine Überlebenschance. Jedoch überleben wir hier in der westlichen Kultur als Erwachsene auch ohne Gruppe. Es ist nicht schön, aber machbar. Daher solltest Du Dich nicht verbiegen, nur um anderen zu gefallen. Steh‘ #selbstbewusst zu Dir und Deiner Meinung. Im Gegenteil, Du bist dadurch weit interessanter. Die Achtung der anderen steigt und das wirkt sich positiv auf Deinen #Selbstwert aus.
  4. Nicht wissen, was sie wirklich wollen
    Das Dilemma vieler Menschen heute ist, dass sie nicht wissen, was sie wollen. Eltern entschieden für sie als Kinder; die Medien, Politik, der Chef, die Chefin, der Partner, die Partnerin heute für sie als Erwachsene. Es ist für viele Menschen einfacher, sich nach der Gruppe zu richten, als selbst zu erkennen, was ihr Ding ist. Genau das ist aber Freiheit, #Selbstverantwortung. Ich kenne das auch von mir, nicht zu wissen, was ich will. Meine innere Transformation, seelische Heilung und bewusste Entwicklung wie auch mich mit mir und meinen Bedürfnissen auseinanderzusetzen, brachte mir hier wieder Klarheit. Was ich geschafft habe, schaffst auch Du, wenn Du es möchtest. Spüre, was Du wirklich willst und sage es dann. Es ist ganz einfach, wenn diese kleine innere Hürde überwunden ist.
  5. Nicht #selbstbewusst genug, um zu sich und dem zu stehen, was sie wirklich wollen
    Nicht-Reagiererinnen und Nicht-Reagierern fehlt aufgrund von früheren negativen Erlebnissen häufig der Mut, das #Selbstbewusstsein, wirklich zu sich und zum eigenen Standpunkt zu stehen; und diesen auch zu vertreten. Vorgelebt wird dies' heute auch von vielen Personen des öffentlichen Lebens, die kein Standing, kein Rückrat mehr zu haben scheinen. Schade finde ich. Wenn DU jedoch schon nicht zu Dir stehst, Dich quasi selbst verrätst, wer sonst kann dann zu Dir stehen? 

Ein wichtiger Aspekt. Immer, wenn Du anders handelst oder reagierst, als es Dir entspricht, entfernst Du Dich ein Stück von Dir, von Deinem Selbst, von Deiner wahren Natur. Du verleugnest Dich, Du schwächst Dich. Und Du trägst zu Deiner eigenen Desorientierung bei, wie auch zu der von den anderen, die auf Deine Antwort warten. Du achtest denjenigen, diejenige nicht, was zeigt, dass Du auch Dich nicht achtest (siehe Lebensgesetz). Genau das, was Du eigentlich nicht willst, oder?

 

Daher habe den Mut und steh' zu Dir, denn Du bist der wichtigste Mensch in Deinem Leben

Ich ermutige Dich, steh‘ zu Dir und zu dem, was Du willst oder denkst. Äußere Dich so, wie es Dir entspricht, wenn Du gefragt wirst. Und stehe dann zu Deiner Aussage. Handele auch dementsprechend. Du wirst sehen, das Leben wird leichter und angenehmer. Außerdem wirst Du respektvoller von den anderen behandelt. Es stärkt auch Dein #Selbstbewusstsein. Ich wünsche Dir viel Erfolg damit.

 

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